St. Anton am Arlberg im Sommer: Wandern, Biken und das Verwall
Derselbe Ort, ein anderer Betrieb. 400 km markierte Wanderwege, über 220 km Bikestrecken, fünf Bergbahnen, die von Mitte Juni bis Ende Oktober fahren — und ein Tal hinter dem Ort, in dem die meisten Gäste den halben Urlaub verbringen, ohne je einen Lift zu nehmen.
Kurz gesagt
- Wandern: 400 km markierte Wege, alle mit dem Tiroler Wandergütesiegel
- Biken: über 220 km Strecken, dazu der Rendl Trail und der Galzig Trail
- Das Verwall: Legendenweg, Hängebrücke über die Rosanna, Seilgarten, Bikepark EldoRADo und der See
- Bergbahnen im Sommer: Galzigbahn, Vallugabahn I & II, Gampen-/Nassereinbahn, Kapallbahn und Rendlbahn
- Sommersaison 2026: 13. Juni bis 4. Oktober
- Höhen: 1.304 m im Ort, 2.811 m an der Valluga — auch im August
- Arlberg Trail: 50 km Rundweg über alle fünf Arlberg-Orte — nur Juli bis September
- Almrosenweg: besonders beliebt, wenn die Almrosen blühen
- Anreise: dieselben Transfers wie im Winter, nur ohne Schneeketten
Wie der Ort im Sommer ist
Der Unterschied zum Winter ist nicht die Landschaft, sondern die Anzahl der Leute. St. Anton im Februar ist einer der belebtesten Orte der Alpen; St. Anton im Juli ist ein Tiroler Bergdorf auf 1.304 m, in dem man auf einem Weg eine Stunde gehen kann, ohne jemandem zu begegnen. Wer den Ort nur aus der Skisaison kennt, erkennt ihn im Sommer nicht wieder — und das ist meistens als Kompliment gemeint.
Für 2026 ist die Sommersaison mit 13. Juni bis 4. Oktober angegeben. Die Betriebszeiten der Bergbahnen können sich ändern; kurz vor der Anreise lohnt der Blick auf die offiziellen Infos.
400 Kilometer Wanderwege
Die Ferienregion gibt 400 km markierte Wege an, alle mit dem Tiroler Wandergütesiegel. Das reicht von gemütlichen Rundwegen unten im Tal über anspruchsvolle Bergtouren bis zum Klettersteig für Geübte. Der Almrosenweg ist der, den alle gehen, wenn die Almrosen blühen.
Und der Berg ist derselbe wie im Winter: 1.304 m im Ort, 2.811 m an der Valluga. Die Höhe, die im Februar für Schneesicherheit sorgt, sorgt im August für Aussicht — und dafür, dass es oben angenehm bleibt, wenn im Tal geschwitzt wird.
Fünf Bahnen, die im Sommer fahren
Von Mitte Juni bis Ende Oktober sind Galzigbahn, Vallugabahn I und II, Gampen-/Nassereinbahn, Kapallbahn und Rendlbahn in Betrieb. Das ändert den Charakter einer Wanderung: Sie fahren hinauf und gehen oben, statt den halben Tag mit dem Aufstieg zu verbringen — oder Sie gehen hinauf und fahren mit der Bahn zurück, was die Knie deutlich netter finden.
Die Namen kommen Ihnen bekannt vor, wenn Sie im Winter hier waren: Es sind dieselben Bahnen, die im Februar die Skifahrer hinaufbringen. Was sie im Sommer machen, steht auch in unserem Guide zum Skifahren — nur eben in der anderen Jahreszeit.
Das Verwall: wohin die Familien gehen
Das Verwall ist das Tal südlich des Ortes, und im Sommer das Herzstück. Dort liegen der Legendenweg, ein Seilgarten in den Bäumen, eine Hängebrücke über die rauschende Rosanna, der Bikepark EldoRADo, die Wagner-Hütte und ein See mit Spielplatz und Grillstelle.
Es ist der Ort, an dem ein Tag von selbst vergeht, ohne dass jemand etwas planen muss — und der Grund, warum Familien hier oft wiederkommen, obwohl sie im Winter nie da waren.
Der Arlberg Trail: fünf Orte in drei Tagen
Die Sommerantwort auf den Run of Fame. Der Arlberg Trail ist ein Rundweg von 50 km, der St. Anton, St. Christoph, Stuben, Zürs und Lech verbindet — rund 18 Stunden zu Fuß und 6.038 Höhenmeter, wobei knapp ein Fünftel der Strecke mit Bergbahnen zurückgelegt wird. Höchster Punkt: 2.645 m an der Bergstation Valluga I. Tiefster: 1.300 m in St. Anton.
Drei Etappen: von der Galzigbahn über die Kaltenberghütte nach Stuben; vom Flexenpass über die Seekopfbahn und das Zürser Täli nach Lech; und mit der Trittkopfbahn zur Ulmer Hütte und über den Galzig zurück nach St. Anton.
Und die Einschränkung, die dazugehört: Wegen der Höhe liegen bis weit in den Sommer Schneefelder, deshalb ist der Arlberg Trail nur im Juli, August und September begehbar — und nur bei guter Wettervorhersage. Wer eine Etappe abbricht, ruft an; wir holen aus jedem der fünf Orte ab.
Über 220 km auf dem Rad
Für Mountainbike und E-Bike gibt die Region über 220 km an Strecken und Touren an, und die Bergbahnen bringen Sie zu den Ausgangspunkten. Zwei benannte Abfahrten sind der Rendl Trail und der Galzig Trail.
Räder nehmen wir mit. Wenn eine Tour weiter unten im Tal endet oder das Wetter sie früher beendet, holen wir Sie und die Räder ab — dasselbe, was wir im Winter mit Skiern machen. Wie das im Ort läuft, steht auf der Seite Taxi in St. Anton.
Anreise im Sommer
Dieselben Strecken wie im Winter, dieselben Festpreise, dieselben Fahrzeuge — nur ohne Schneeketten. Wir fahren nach St. Anton am Arlberg von Zürich, Innsbruck, München, Friedrichshafen, Memmingen und St. Gallen–Altenrhein, und zurück ebenso — von St. Anton zum Flughafen Zürich.
Ein Unterschied zum Winter zählt praktisch: Die Fahrzeiten sind verlässlicher, weil der Berg im August nicht dazwischenredet. Die Abfahrtszeit für den Rückflug legen wir trotzdem am Vortag fest — aus Gewohnheit, und weil sie stimmt.
Wie man überhaupt herkommt — Bahn, Auto, Bus oder Transfer — steht im Anreise-Guide. Was der Ort sonst zu bieten hat, im Guide was Sie vorher wissen sollten, und die Wintervariante desselben Bergs im Guide zum Skifahren.
Häufige Fragen
Lohnt sich St. Anton im Sommer?
Wenn Sie wandern oder Rad fahren, ja. 400 km markierte Wege und über 220 km Bikestrecken sind viel für einen Ort dieser Größe, und im Sommer hat man sie weitgehend für sich. Wer Trubel sucht, kommt im Winter.
Wann ist die Sommersaison in St. Anton?
Für 2026 ist sie mit 13. Juni bis 4. Oktober angegeben. Die Betriebszeiten der Bergbahnen können sich ändern, also lohnt kurz vor der Anreise ein Blick auf die offiziellen Infos.
Welche Bergbahnen fahren im Sommer?
Von Mitte Juni bis Ende Oktober sind Galzigbahn, Vallugabahn I und II, Gampen-/Nassereinbahn, Kapallbahn und Rendlbahn in Betrieb. Damit kommt man ohne Aufstieg auf die Höhe und wandert oder fährt von dort.
Wie viele Wanderwege gibt es?
400 km markierte Wege, alle mit dem Tiroler Wandergütesiegel. Von gemütlichen Rundwegen über anspruchsvolle Bergtouren bis zum Klettersteig für Geübte. Besonders beliebt ist der Almrosenweg zur Blütezeit.
Was ist das Verwall?
Das Tal südlich von St. Anton, im Sommer das Herzstück für Familien: der Legendenweg, ein Seilgarten in den Bäumen, eine Hängebrücke über die rauschende Rosanna, der Bikepark EldoRADo, die Wagner-Hütte und der See mit Spielplatz und Grillstelle.
Kann man in St. Anton Mountainbike fahren?
Ja — über 220 km Strecken für Mountainbike und E-Bike, und die Bergbahnen bringen Sie zu den Ausgangspunkten. Zwei benannte Abfahrten sind der Rendl Trail und der Galzig Trail.
Was ist der Arlberg Trail?
Ein Rundweg von 50 km über St. Anton, St. Christoph, Stuben, Zürs und Lech: rund 18 Stunden zu Fuß, 6.038 Höhenmeter, knapp ein Fünftel davon mit Bergbahnen. Drei Etappen, höchster Punkt 2.645 m an der Bergstation Valluga I. Wegen der Schneefelder ist er nur im Juli, August und September begehbar.
Kann man von St. Anton nach Lech wandern?
Ja — auf dem Arlberg Trail, über Stuben und Zürs. Die zweite Etappe endet in Lech. Wenn eine Etappe nicht aufgeht, holen wir Sie aus jedem der fünf Orte ab.
Braucht man im Sommer ein Auto?
Genauso wenig wie im Winter. Der Ort ist zu Fuß zu bewältigen, die Bahnen starten im Ort, und für alles andere — ins Verwall, zu einem Ausgangspunkt, spät von einer Hütte zurück — fahren wir.
Fahren Sie auch im Sommer Flughafentransfers?
Ja, das ganze Jahr. Dieselben Strecken, dieselben Festpreise, dieselben Fahrzeuge — nur ohne Schneeketten und in der Regel mit kürzeren Fahrzeiten, weil der Berg im August nicht dazwischenredet.
Wir fahren das ganze Jahr, nicht nur von Dezember bis April. Im Juli ist weniger los — auf der Straße und auf dem Weg.